15. Juli 2020
Der etwas andere Hafen

Zwei Tage waren wir in Søby. Hier ist es schön und ich bin gerne hier. Aber nun wollen wir weiter. Ich möchte Neues sehen.

Der Tag verspricht einer der spärlichen Sommertage in diesem Jahr zu werden und so machen wir uns auf, um nordöstlich der dänischen Südsee einen kleinen Fischereihafen anzulaufen.

Schöner Segeltag

Unterwegs faszinieren mich die Wolken, die sich über Land bilden. Immer wieder verändern sie ihr aufgeplüstertes Aussehen und verformen sich zu skurrilen Mustern und Bildern. Bei jedem Blick zum Himmel ist das alte Bild verschwunden und durch ein neues ersetzt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und so ist es nicht verwunderlich, dass jeder in der Crew ein ganz eigenes Bild vor Augen sieht.

Skurrile Wolkenformation

In der Südsee ist es nicht selten, dass man nach nur zweieinhalb Stunden schönem Segeln den nächsten Zielhafen erreicht. Alles liegt nah beieinander, was dazu führt, dass viele Häfen bereits an Vormittag belegt sind. So auch heute. Dyreborg ist klein. Bereits von weitem wird klar, dass dies keiner der Häfen ist, wie ich sie bisher kenne, es hier aber schnell eng werden kann. Hinter uns tauchen nun auch weitere Segler auf, die unserem Kurs folgen.

Die Hafeneinfahrt ist schmal und kurz und es ist nicht schwer, sich direkt einen Überblick zu verschaffen. Hier stehen Boote kreuz und quer und Platz für Päckchen bietet sich nicht wirklich.

Dyreborg

Das Glück aber bleibt uns treu und ein Blick nach backbord offenbart einen letzten recht schmalen Liegeplatz zwischen zwei Booten, der auch noch ein grünes Schild am Steg aufweist. Wie für uns reserviert passt Findus auf den Zentimeter genau in die Box, in der nur an einem Heckdalben festgemacht wird. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Geschafft.

Letzter Platz für Findus

Nicht nur, dass der Hafen ansich recht eng ist, direkt hinter uns befinden sich die Ausläufer der hiesigen Slipanlage, die laut Hafenhandbuch weit in den Hafen hinein ragen.

Fischereibetrieb
Wenig Platz

Nach uns ankommende Segler finden im Hafen keinen Platz mehr. Allerdings bietet die Hafenmole eine weitere Möglichkeit dort anzulegen. Mit zwei Heckdalben besteht so die Möglichkeit sicher ins Päckchen zu gehen, was auch der ein oder andere macht. Bei starkem Westwind allerdings ist es nicht ganz einfach anzulegen.

Anleger Außenmole der Hafeneinfahrt
Entsorgung

Der Hafen selbst hat nicht viel zu bieten, dafür gibt es kleine Schleichwege fernab von allem. Menschenleer und ruhig liegt hier eine traumhafte Stille über diesem Ort. Es ist schön hier.

Schleichwege
Glückliche Hühner
Waldhütte
Plumpsklo im Wald

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