19. Mai 2021
Neue Segel

Heute ist es soweit. Die neuen Segel sind fertig und werden vom Chef der Segelmacherei persönlich ausgeliefert.

Nachdem im Januar mein Großsegel leider beim Erstellen einer zweiten Reffreihe seitens des Segelmacherbetriebes beschädigt wurde, bekomme ich nun auf Kulanz ein neues. Und da ich im Großen und Ganzen mit meinen Segelmacher stets zufrieden war, habe ich dabei direkt auch eine neue Genua im Auftrag gegeben. Ich möchte einfach, dass Findus‘ Segelgarderobe gleichmäßig aussieht. Mein Schiff soll gut aussehen.

Das Wetter ist mir heute gut gesonnen. Naja, es fallen zumindest keine schweren Tropfen vom immer wieder grau durchzogenen Himmel und das soll in diesem Mai schon was heißen.

Nun müssen erst mal die alten Segel ab. Bei Auslieferung wollen wir direkt sehen, ob mit den neuen alles in Ordnung ist.

Etwas umständlich schlage ich heute mal allein erst das Großsegel und anschließend die Genua ab. Zusammenlegen kann ich sie später am Abend, wenn am Steg nicht mehr so viel Leben tobt. Erstmal kommen beide unter Deck.

Ohne Segel

Findus steht nun etwas nackt und seines Stolzes enthoben in seiner Box und wartet auf seine neue Kleider. So ein nacktes Schiff wirkt irgendwie traurig. Und während mein Boot und ich auf den Segelmacher warten, kommen Stegnachbarn vorbei und fragen augenzwinkernd, ob meine Segelsaison bereits um sei. Warum sonst verstaue ich meine Segel im Bauch des Schiffes, wo alle anderen gerade erst ihre Segel angeschlagen haben….

Neue Segel von https://www.segelmacherei-nickels.de/

Da sind sie. Die neuen Segelkleider. Der Chef hat sie selbst genäht und ich kann mich über den netten Service und die freundliche Kooperation mit der Segelmacherfirma Nickels nur positiv wundern. Ich kenne kaum einen Betrieb der derart kundenorientiert Arbeit.

Neue Genau

Gemeinsam mit den Chef, Henning Nickels, schlage ich die neuen Segel an und bin auf Anhieb begeistert. Alles sitzt und passt wie es sein soll. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle.

PD 252

Draußen pustet es. Die Messstation zeigt 16 Knoten an. Allein möchte ich nicht rausfahren. Wenn es hier oder da was einzustellen gibt, möchte ich nicht allein unterwegs sein.

Segel im Hafen

Ein Stegnachbar bietet sich an und so fahren wir gemeinsam kurz raus und probieren die neuen Segel. Ein kurzer Schlag am Wind Richtung Wasserslebener Bucht und was soll ich sagen? Die neuen Segel stehen super.

Weißes Großsegel
Weiße Genua

Ein bisschen probieren, ein bisschen hin und her und es geht wieder zurück. Heute ist erstmal nur wichtig, dass alles passt und funktioniert. Alleine wäre das blöd gewesen. Danke Rolf, dass du mitgekommen bist…

Zurück im Hafen tüddel ich die Reffs wieder rein und markiere mir diesmal, wo die Leine am Block sitzen soll. Nicht selten hatte ich es bereits, dass ich nach dem Reffen nicht mehr wusste, wie viel Lose ich in der Reffleine lassen muss, damit beim nächsten Törn das Segel auch wirklich ganz hoch geht. Mein Reffsystem ist klassisch und kann nur am Mast, nicht vom Cockpit aus bedient werden.

Reffleinen

Zum Thema Reffen habe ich dann heute wieder was dazu gelernt. Den Begriff Dogbones kannte ich noch nicht. Leider habe ich versäumt ein Foto zu machen, aber es sind diese Ösen zum Reffen, die in Luv und Lee am Segel sitzen und die man in den Reffhaken hakt, welcher bei mir leider noch immer nicht nachgerüstet ist. Vorerst wird hier also erstmal weiter „gebändselt“.

Zwei Reffreihen

Was sich etwas schwierig gestaltet ist nun wieder das Zusammenlegen des neuen Großsegels. Sperrig und steif ist es. Ich bekomme es kaum richtig zu fassen. Noch ist es widerspenstig und möchte sich nicht falten lassen. Auch passt es nur knapp unter die Persenning. Das bedeutet wohl, dass ich nun ganz viel segeln muss, um es letztlich im Hafen bändigen zu können.

Die angebrochene Saison darf nun also gern auch besseres Wetter mit sich bringen.

Fazit heute ist aber erstmal: Ich bin sehr zufrieden. Mit meinen neuen Segeln und ebenso mit der Arbeit meines Segelmachers.

Segelmacher Nickels

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